Startup und Innovation

Was Innovation (-smanagement) und Startup gemeinsam haben

Gemeinsamkeiten in den Gefahren für ein Scheitern

Auf der Gestaltungsebene

  • Zu viele Innovationsprojekte laufen gleichzeitig und es bestehen Probleme, sich auf das oder die wichtigste(n) zu konzentrieren. Es ist schließlich noch sehr vage, welches Projekt den größten Output erzielt. So werden alle Projekte gemacht, aber keines richtig.
  • Zu viele Projekte neben der Gründung begünstigen, dass es mit dem Startup nicht klappt. Das kann etwas das Studium sein oder mögliche Nebenjobs. Der Fokus auf nur wenige Projekte ist elementar.

Auf der Organisationsebene

  • Die Abteilung für Innovationen sollte nicht nur aus Fachexperten bestehen. 
  • Fachfremde Querdenker sowie BWLer sorgen für Input und andere Sichtweisen.
  • Ständiger Austausch mit anderen Abteilungen verhindert Betriebsblindheit innerhalb der F&E-Abteilung.
  • Das Gründungsteam ist nicht ausgeglichen. Ein gutes Team ergänzt sich und gleicht Stärken und Schwächen des Anderen aus. Damit wird ein Team benötigt, das alle Bereiche - Marketing, Vertrieb, Finanzen, etc. - gleichermaßen abdeckt.
  • Das Gründungsteam darf nicht einseitig besetzt sein. Das gilt fachlich und charakterlich.

Gemeinsamkeiten in den Erfolgsfaktoren

Kontakte

  • Die Abteilung für "Forschung und Entwicklung" muss intern bestens vernetzt sein, um nicht am Kunden vorbei zu innovieren.
  • Bullet Point 2
  • Gründer brauchen Kontakte nach außen, müssen sich ein Netzwerk aufbauen.
  • Es ist unmöglich alles zu wissen. Daher ist es essentiell, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und so Wissen zu bündeln und gegenseitig zu unterstützen.
  • So kommt die Gründung schneller vorwärts und ist erfolgsversprechender.

Keine Abschottung

  • Keine Ausgliederung der F&E-Abteilung – diese sollte intern bzw. am Unternehmenssitz bleiben, um in ständigen Austausch mit allen wichtigen Abteilungen zu stehen. Der Kontakt zur Produktion, zum Marketing und Vertrieb darf nicht erst dann beginnen, wenn aus der Innovation etwas „Richtiges“ werden soll.
  • Durch die Teilnahme am Unternehmensleben und dem Informationsaustausch mit anderen Abteilungen, weiß die F&E-Abteilung, wo der Kunde Probleme hat, was er will und in welche Richtung es in Zukunft grob gehen soll.
  • Bei der Gründung eines Unternehmens ist ein ständiger Austausch von Nöten – von Beginn an. Die Idee darf nicht „geheim“ gehalten werden. Es gibt nichts Schlimmeres als monatelange Arbeit an etwas, das keiner kauft.
  • Daher ist das ständige Sammeln von Feedback, auch von den größten Kritikern, essentiell für den Erfolg.
  • Insbesondere, wenn es die erste Unternehmensgründung ist, du noch Student bist und nicht alles wissen kannst, ist die Bereitschaft, andere um Hilfe zu fragen so wichtig wie die Idee an sich.
  • Das geht weiter mit dem Kontakt zum Kunden. Schotte dich nicht ab und entwickle ein Produkt am Kunden vorbei. Beziehe stattdessen den Kunden ein, zeige ihm Prototypen, frage aktiv nach Verbesserungsvorschlägen. Die Entwicklung am und mit dem Kunden ist zentraler Bestandteil des Bootstrapping-Ansatzes, den du als Student verfolgen solltest, um dein Risiko zu minimieren.

Am Anfang das Ende im Blick haben

  • Innovationen dienen dem langfristigen Unternehmenserfolg und dauern, sowohl in der Entwicklung als auch in der Markteinführung. Die F&E-Abteilung muss heute das entwickeln, was das Unternehmen in 5 Jahren erfolgreich am Markt halten wird.
  • Auch eine Gründung ist stets langfristig orientiert. Der Prozess von der Entwicklung einer Idee zu einer Geschäftsidee hinzu einem Geschäftsmodell dauert. Der Markt wartet in den seltensten Fällen auf dich. Du musst Geduld haben, bis dein Produkt marktreif ist, du Kunden hat, schließlich von deiner Idee leben kannst.

Durchhaltevermögen

  • Es dauert, bis die Innovation die Entwicklungskosten wieder reingespielt hat.
  • Es dauert, bis Schutzrechte wie Patente beantragt, genehmigt und marktreif sind.
  • Es dauert, bist die Abteilung für Forschung und Entwicklung überhaupt Ergebnisse liefert,Hier also nicht nur das Durchhaltevermögen der Abteilung gefragt, sondern auch der Führungsetage. Eine F&E-Abteilung kann auch einmal 2 Jahre nichts liefern, bekommt aber dennoch üppig Gehalt.
  • Eine Unternehmensgründung gleicht einem Marathon oder einem Hindernislauf. Ständig passieren Dinge, die du nicht hervorgesehen hast. In vieles musst du dich einlesen, Leute um Rat und Hilfe fragen, Formalitäten geklärt, Prozesse und Produkte entwickelt werden...
  • Ein Startup ist nicht einfach mal so gegründet. Es ist wichtig, sich von ersten Rückschlägen nicht aufhalten zu lassen. Viele erfolgreiche Gründer haben einen steinigen Weg hinter sich.
  • Es dauert, bis aus der Idee eine Geschäftsidee geworden und ein Geschäftsmodell entwickelt worden ist. 
  • Und es dauert dann noch einen Ticken, bis das Ganze profitabel ist.

Gemeinsamer Kampf gegen "Bremsen" und "Verhinderer" des Erfolgs

Intern

  • Intern gibt es Bremsen, wenn das Forschungsvorhaben zu teuer erscheint, vielleicht schon viele andere Projekte in den Sand gesetzt worden sind.
  • Das Risiko wird zu hoch gesehen, die Innovation ist vielleicht "zu modern" und passt nicht in das kurzfristige Konzept des Unternehmens. Dabei sind Innovationen immer am langfristigen Erfolg orientiert.
  • Mitarbeiter anderer Abteilungen zeigen wenig Verständnis für innovative Anstätze, möchten oder können nicht helfen, da sie das Tagesgeschäft zu sehr beansprucht.

Intern

  • Dein internes Umfeld rät dir ab, zu gründen. 
  • Du sollst erst einmal zu Ende studieren, das Ganze sei ohnehin zu risikoreich.
  • Und überhaupt, wer soll das bezahlen und deine Idee gibt es doch auch schon.
  • Das eigene Umfeld kann dir so nicht nur die Motivation nehmen, sondern Studenten gänzlich vom Gründen abhalten, indem nur das Negative, nicht aber das Positive und die Chancen gesehen werden.
  • Das Team ist nicht ausgeglichen. Einer lässt den Anderen arbeiten, hat aber reichlich Gesellschaftsanteile.

Extern

  • Wettbewerber werben wichtige Forschungsmitarbeiter ab.
  • Einrichtungen innerhalb des Unternehmens werden gehackt.
  • Regularien und Gesetze verhindern nach jahrelanger Forschungsarbeit die kommerzielle Verwendung.
  • Wettbewerber sind mit der entsprechenden Technologie schneller am Markt.

Extern

  • Markteintrittsbarrieren wie "unzureichender Zugang zu wichtigen Ressourcen", "Importverboten", "gewerbliche Schutzrechte", "Einhalten ökologischer Standards" oder "die Konkurrenz ist durch Quersubventionen zu günstig".
  • Wettbewerber, der Markt generell und Gründungsformalitären sorgen zusätzlich für Bremsen beim Erfolg des Startups.

Verschmelzung von Innovation und Startup

Viele (Groß-) Unternehmen, die Probleme bei ihren Innovationen haben, eine neue Innovationskultur entwickeln möchten oder sich neuen Input von außen holen möchten, können sich von Start-Ups bedienen.

Das kann in Form von Acceleratorprogrammen, Inkubatoren, Beteiligungen oder einer Kombination daraus geschehen.

Vorteile

  • Widerstände in Unternehmen werden übersprungen, die Innovation kommt einfach „ins Haus“ bzw. kein Widerstand möglich und nötig, weil potenzielle Widerständler nicht direkt betroffen sind.
  • Die F&E-Abteilung und das Startup weisen dieselbe Mentalität auf, es treffen keine zwei Welten aufeinander, beide sind offen für Neues.

  • Kostenersparnis, da eine eigene Entwicklung einer Innovation meiste teurer als ein Acceleratorprogramm, die Unterstützung als Inkubator oder eine Unternehmensbeteiligung.
  • Das Startup kann mit dem unterstützenden Unternehmen werben und hat damit einen potenziellen Marketinghebel.

Dieses Buch hat mich für diesen Blogbeitrag inspiriert: Innovationen erfolgreich kommerzialisieren (Affiliatelink)

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